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Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK)

Der Nord-Ostsee-Kanal ist das zweite Tor zur Ostsee und dient damit seit über 100 Jahren der nationalen und internationalen Schifffahrt als Seeschifffahrtsstraße. Er steht dabei in direkter Konkurrenz zur Skagenroute und ist ein wettbewerbsfähiger und umweltfreundlicher Transportweg, um die wachsenden Handelsströme in Europa zukünftig mit dem verstärkten Einsatz küstenparalleler Kurzstreckenseeverkehre (Short Sea Shipping) zu bewältigen.

Im transeuropäischen Verkehrswegesystem trägt der Nord-Ostsee-Kanal maßgeblich zur Entlastung der zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßenden Landverkehrsträger bei. Dies wird besonders dadurch deutlich, dass im Rahmen der europäischen Initiative zur Förderung von "Autobahnen auf See -Motorways of the Sea" der Nord-Ostsee-Kanal als ein wesentlicher Bestandteil des Hochgeschwindigkeitsseeweges Ostsee betrachtet wird.

Der Nord-Ostsee-Kanal bringt insbesondere für die deutschen Nordseehäfen einen wichtigen Standortvorteil durch kurze Reisezeiten und die je nach Ziel- und Quellhafen variierende Wegersparnis im Wettbewerb mit ihren Konkurrenten im Skandinavien- und Osteuropaverkehr.

Der Anlass für den Ausbau des NOK liegt in der seit Ende der 1990er Jahre anhaltend positiven Verkehrsentwicklung. In 2008 passierten rund 32.000 Schiffe den Kanal auf dem Weg von und zur Ostsee. Zusammen mit lokalen Zielverkehren zu den Binnenhäfen Brunsbüttel und Rendsburg befuhren rund 43.000 Schiffe den Kanal. Das Ladungsaufkommen lag über 100 Millionen Gütertonnen.

Diese Zahlen berücksichtigen nicht die insgesamt 16.000 Freizeitfahrzeuge (Sportboote), für die der Kanal ebenfalls eine sehr attraktive Verbindung darstellt.

Aufgrund der Wirtschaftskrise sind die Verkehrszahlen in 2009 auf das Niveau von 1999 gesunken. Ladung und Schiffsraum sind allerdings nur auf das Niveau von 2004 gesunken. Der Trend zu mehr Ladung und größeren Schiffen hält an. Im ersten Quartal 2010 steigen die Verkehrszahlen im Vergleich zum Vorjahr bereits wieder an. 

Aufgrund der Zunahme des Schiffsverkehrs und der Veränderung der Flottenstruktur hin zu größeren Schiffen ist der Ausbau des Kanals notwendig und volkswirtschaftlich sinnvoll, um auch zukünftig eine attraktive Verkehrsverbindung für den innereuropäischen Handel zu bieten. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung hat aus diesem Grund seit 2006 mehrere Investitionsprojekte am NOK beauftragt.

 

 

Allgemeine Informationen über den Nord-Ostsee-Kanal finden Sie auf den Seiten der verantwortlichen Wasser- und Schifffahrtsämter.

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NOK-Bild