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Steigender Schiffsverkehr und zunehmende Schiffsgrößen stellen den Nord-Ostsee-Kanal vor große Herausforderungen. Insbesondere der Bereich der Oststrecke zwischen den Weichen Königsförde und dem Binnenhafen Holtenau, hat sich für den Schiffsverkehr zu einem Flaschenhals entwickelt.

Nach gründlichen Voruntersuchungen wurde eine Lösung gefunden, mit der ein größtmöglicher Nutzen für die Schifffahrt erzielt und Eingriffe in Natur und Landschaft minimiert werden.

Vorgesehen sind die Verbreiterung des Kanals im Bereich dieser Oststrecke und die Abflachung der engen Kurven. Konkret heißt das, auf ca. 11 km wird die Kanalböschung ausgebaut und im Bereich der Oststrecke wird der Nord-Ostsee-Kanal auf eine Mindestsohlbreite von 70 m erweitert. Eine Anpassung der Wassertiefe soll zunächst nicht vorgenommen werden. Allerdings wird eine solche Vertiefung derzeit geprüft (siehe „Vertiefung NOK“ ).

 

SchemaZielvariante

Abb.: Schematische Darstellung Ausbau der NOK-Oststrecke

Für die Maßnahmen in den rot markierten Bereichen läuft derzeit ein Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechts (siehe „Planfeststellungsverfahren“ ). Der Bereich unter den Levensauer Hochbrücken – hier grün markiert – wird in einem gesonderten Planfeststellungsverfahren für den Neubau der alten Levensauer Hochbrüche (siehe „Neubau Levensauer Hochbrücke“) berücksichtigt.

Der große Block der Umweltbelange ist bearbeitet. Die weitreichenden Eingriffe entlang des Kanals in das Biotopverbundsystem des Nord-Ostsee-Kanals erforderten ein umfangreiches biologisches Untersuchungsprogramm. Die Ergebnisse und Erkenntnisse  sind in die Umweltverträglichkeitsstudie und den Landschaftspflegerischer Begleitplan eingearbeitet und Teil der Planfeststellungsunterlagen (siehe „Planfeststellungsunterlagen“ ) geworden.

Bei in Summe etwa 11 km auszubauender Kanalböschung in einem 15 km langen Abschnitt des NOK wurden auf einer Fläche von 1.850 ha über ein Jahr Biotoptypen sowie unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten von der Heuschrecke über Käfer und Reptilien bis hin zu Vögeln kartiert. Dies entspricht einer Untersuchungstiefe von ca. 500 m landeinwärts beidseitig der Ausbaustrecke. Hinzu kommt die Untersuchung von insgesamt etwa 17 km² Ostseefläche zur Ermittlung einer für die Unterbringung von Naßbaggergut geeigneten Fläche mit einer Größe von 3,8 km².

 

Für Fragen steht Ihnen das Projektteam (s. Kontakt) gerne jederzeit zur Verfügung.